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Vulkan-Cross_Triathlon-Schalkenmehren_Bianca

 

Kaum zu glauben aber wahr!
Ich habe es tatsächlich geschafft einen X-Terra, Cross-Triathlon (Olympische Distanz) zu absolvieren! Um euch den Weg bis zum Ziel aufzuzeigen muss ich kurz weiter ausholen.


Wie die meisten von euch wissen bin ich eine kleine Bergziege, und dass nicht nur beim Laufen. Deshalb wollte ich schon immer mal an einen Cross-Triathlon teilnehmen. Von unseren Weltmeistern Edith und Norbert wurde mir der Cross- Triathlon in Schalkenmehren in der Vulkaneifel empfohlen.


In 2020 meldete mich in der Sprint Distanz an um diesen als Vorbereitung für den Triathlon in Immenstadt zu nutzen.


So der Plan, aber es kam alles andres. Corona bedingt wurden beide, wie viele andere Veranstaltungen, abgesagt. Da ich von dem Gedanken Cross-Triathlon nicht los kam verschob ich meine Anmeldung auf 2021.


Wir ihr habe ich mich in der Wettkampflosenzeit laufen, schwimmen und Radfahren fit gehalten. Nach vielen Trainingseinheiten, im Wald, beschloss ich mich von der Sprint Distanz auf die Olympische Distanz umzumelden. Gesagt getan! Jetzt hieß es für mich darauf hinzutrainieren und viele Höhenmeter absolvieren.


Beim Laufen unterstützten mich sehr oft Corinna und Nadine. Gemeinsam brachten wir viele km und Höhenmeter hinter uns. Danke dafür an euch beiden! Edith und Norbert gaben mir beim MTB einige hilfreiche Tipps. Die ich immer wieder versuchte umzusetzen, was mir, wie Ihr euch denken könnt, nicht immer gelang. Dafür ebenfalls ein großer Dank!
Der Wettkampf kam immer näher und näher und meine NERVÖSITÄT stieg und stieg. Vier Wochen vor dem Wettkampf packte mich Wolfgangs kurzerhand ins Auto und fuhr mit mir ganz spontan in die Vulkaneifel. Hier sollte ich die Radstrecke abfahren und sie kennenlernen. Die Hoffnung das sich danach entspannter sein sollte erfüllte sich leider nur zu 50%. Die Radstrecke hatte es in sich. Zwei Passagen, mit einer Steigung von 10%, waren für MICH zu heftig und zu diesem Zeitpunkt auf dem Bike nicht zu schaffen. Mir wurde zwar klar was ich noch mehr Steigungen in meine Trainingsplan einbauen musste, was aber nur zum Teil funktionierte.


Drei Wochen noch bis zum glorreichen Tag, laut Homepage sollte das Rennen mit besonderen Hygieneregeln stattfinden. Zwei Wochen vor dem Wettkampf wurde die Eifelregion von einem Unwetter getroffen und der Start noch einmal in Frage gestellt. Eine Woche vor dem Starttermin wurde von Seiten des Veranstalters das Go signalisiert.


Nun war es endlich soweit und für mich gab es jetzt kein Zurück mehr, ich wollte dieses Rennen durchziehen. In erste Linie wollte ich nur am Ziel ankommen, aber natürlich standen im Hinterkopf noch einige andere Ziele. Zum Anfeuern und Unterstützung waren Edith, Norbert und Wolfgang dabei. DANKE!

Die Wettervorhersage für den 31.07.21 sahen gut aus, nicht zu heiß und kein Regen. Offen war nur noch, wie fast bei jedem Rennen, Neoverbot oder nicht.


Samstag 31.07.2021 – Wassertemperatur 20,9 Grad – KEIN Neoverbot


Bis zum Startschuss kreisten sich meine Gedanken nur noch darum: „Schaffe ich das ...“ , „Was hat mich geritten, auf die Olympisch Distanz umzumelden...“, „Ich muss nur ankommen das zählt...“

 

14:00 – Startschuss!

 

Schwimmen ist meine Leidenschaft, obwohl ich nicht schnell bin. Ich muss nur den Rhythmus finden, dann läuft es fast wie von selbst. Im Maar fand ich schnell meinen Platz um die ersten 750 Meter zuschwimmen. Nach einem Landgang von ca. 200 Meter, ging es in die zweite Runde, mit einer Schwimmzeit von 32,35 habe ich die erste Disziplin hinter mich gebracht.


Die Schinderei ging jetzt erst richtig los. Vor mir lagen ca.1000 Höhenmeter auf einer richtig anspruchsvolle MTB Strecke. Die erste schwierige 10% Steigung war nach ca. 600 Meter zu bewältigen. Mit sehr viel Respekt ging ich es an, leider rutschte ich an einer Wurzel ab und stürzte. Gleich war ein Helfer zu Stelle, aber außer blauen Flecken und einem blutigen Finger war Gott sei Dank nicht mehr passiert. Aufrappeln und weiter geht es über Wiesen, Schotter und Straßen, Berg auf und ab. Auf der Hälfte der Radstrecke standen meine mitgereisten Fans, die gemeinsam mit dem DJ des Veranstalters für gute Stimmung sorgten. Als Highlight wurde ich mit „TNT“ von ACDC im Berg gepuscht. Edith erinnerte mich daran das ich mich verpflegen sollte, was normalerweise immer Yvonne übernimmt. Die restliche Radstrecke wollte ich ohne weiteren Sturz überstehen. Leider sollte dies mir nicht gelingen. Es waren nur noch ca. 5km zurück zulegen bis zum Wechsel und die letzte steile Schotterabfahrt stand an. Wie es passierte kann ich gar nicht mehr sagen....zack und ich lag das zweite Mal. Nach 2 Std.12Min. erreichte ich die Wechselzone. Auf ging es in die letzte Disziplin das Laufen. Eine Strecke von 9km und 300Höhenmeter lagen vor mir. Nach dem wir am Vortag ein Teil abgegangen waren, hatte ich sehr Respekt davor. Oder soll ich sagen, ich war gewarnt nicht gleich los zur stürmen und mich somit in der ersten Runde zu überpacen. Die steilen Passagen walkte ich und teilte mir die Kraft somit gut ein. In der letzten Runde rief mir Edith zu, dass die fünfte Frau meine Altersklasse 1Min. vor mir war. Ich lief meinen Stiefel weiter, nach kurzer Zeit sah ich die Konkurrentin. Die Verfolgung wurde aufgenommen. Nach einer Gesamtzeit von 3Std.46Min. überquerte, ich als fünfte Frau meiner Altersklasse, die Ziellinie.


Ich glaube, das war nicht mein letzter Cross Triathlon. Das Erlebte ist schwer in Worte zu fassen wird mir aber noch lange in Erinnerung bleiben.


Fazit: Nur das Radfahren muss ich noch trainieren (((-: